

Die dritte Serie im Viertelfinale ist die zwischen den
Grizzly Adams Wolfsburg und den
DEG Metro Stars. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass Wolfsburg souverän ins Viertelfinale einziehen würde und sich dann auch noch
Heimrecht sichert? Wohl keiner.
Die
DEG galt vor der Saison als Herausforderer Nummer Eins für die Eisbären und Mannheim. Lange Zeit
konnte Düsseldorf auch in die Rolle des Herausforderer´s schlüpfen. Sie waren über einen langen Zeitraum Verfolger Nummer Eins der Eisbären Berlin. Doch irgendwann gab es einen Einbruch und die
DEG fiel bis auf Rang Sechs zurück. Sicherte sich erst am letzten Spieltag die sichere
Play-
Off-Teilnahme. Kurz zuvor trennte man sich auch noch von Trainer Harold Kreis. Die Stimmung im Team ist also nicht gerade so gut.
Wolfsburg stand letzte Saison erstmals im Viertelfinale, schied aber dort aus.
Die DEG stand bisher siebenmal im Viertelfinale, viermal erreichte man das Halbfinale. Das war lin den letzten vier Jahren der Fall gewesen.
Wolfsburg´s Vorteil in dieser Serie könnte darin liegen, dass sie sowohl zu hause als auch
Auswärts eine
positive Bilanz haben (mehr Siege als Niederlagen). Düsseldorf ist daheim ungefähr gleich gut wie Wolfsburg, ist aber
Auswärts nicht so gut in dieser Saison.
In der Hauptrunde gewannen beide Teams jeweils ihre Heimspiele. Wolfsburg siegte zweimal 3:1, Düsseldorf gewann 4:0 und 5:1. Also auch hier liegt der Vorteil bei Wolfsburg. Die
DEG muss ja mindestens einmal
Auswärts gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Das war in der Saison bisher noch nicht der Fall.
Bei den Torhütern sehe ich ebenfalls einen Vorteil bei Wolfsburg, da sie auf zwei ungefähr gleich starke Torhüter zurückgreifen können, während bei der
DEG die Last alleine auf Jean-Sebastian
Aubin liegt.
Daniar Dshunussow (Wolfsburg) schloss die Hauptrunde auf Platz Eins in der Torhüter-Rangliste ab. Seine Fangquote lag bei 92,1 %. Jochen
Reimer, der 38 Spiele in der Hauptrunde für die "Wölfe" absolvierte, weist eine Fangquote von 90,4 % auf.
Düsseldorf´s Torwart
Aubin war auf Platz Zwei nach der Vorrunde - seine Fangquote: 92,2 %.
Bei den
Shut-
outs haben
Dshunussow und
Aubin jeweils zwei erreicht,
Reimer keinen.
Beide Teams haben jeweils zwei Spieler in den Top-25 der Top-
Scorer drin. John
Laliberte (57 Punkte) und Norm
Milley (52 Punkte) von Wolfsburg, Daniel
Kreutzer (53 Punkte) und
Rob Collins (51 Punkte) von der
DEG. Ausgeglichen also.
Düsseldorf´s Vorteil liegt bei den
Special Teams. Da weisen sie die besseren Werte als Wolfsburg auf. In Überzahl haben die
Metro Stars eine Erfolgsquote von 20,34 %, in Unterzahl eine von 88,05 %. Wolfsburg´s Erfolgsquote lag in Überzahl bei 17,71 % und in Unterzahl bei 80,39 %.
Da muss Wolfsburg also Strafen vermeiden, denn sonst könnte es ein böses Erwachen geben.
Mein Tipp:Die Serie kann so oder so ausgehen. Entscheidend wird sein, ob Wolfsburg seine Heim- und
Auswärtsstärke beibehalten kann. Dann ist der Einzug ins Halbfinale möglich. Dabei muss man aber
auf die Disziplin achten, denn in Überzahl ist die
DEG stark und Wolfsburg in Unterzahl mies.
Bei der
DEG kommt es darauf an, wie die
Stimmung im Team ist. Und ebenfalls wichtig ist die Frage, ob der neue Trainer das Team auf die
Play-
Offs einstellen und ihnen das Selbstvertrauen zurückgeben konnte.
Es könnte durchaus eine Serie über fünf Spiele werden, in der am Ende auch die Tagesform entscheidend sein wird.
3:2 für Wolfsburg.