Posts mit dem Label WalkersBärenNews werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label WalkersBärenNews werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 25. April 2012

3:1 - Eisbären sind nun alleiniger DEL-Rekordmeister!!!


Eisbären Berlin vs. Adler Mannheim 3:1 (0:1, 1:0, 2:0) Play-Off-Stand: 3:2 - Eisbären sind damit Deutscher Meister 2012!

WalkersBärenNews#42:


Die Eisbären Berlin haben es tatsächlich geschafft: Die Hauptstädter gewannen am Dienstagabend in der ausverkauften o2 World das alles entscheidende fünfte Finalspiel um die Deutscher Eishockey-Meisterschaft gegen die Adler Mannheim mit 3:1 und verteidigten somit ihren Titel aus dem Vorjahr. Der sechste DEL-Titel für die Eisbären, die sich von nun an alleiniger DEL-Rekordmeister nennen dürfen.
Doch bevor die Berliner den Titelgewinn feiern konnten, mussten sie hart arbeiten und sogar einem Rückstand aufholen. Aber der Reihe nach.

Vor dem Spiel wurde Eisbären-Urgestein Sven Felski für sein 1000. Spiel im Eisbären-Trikot geehrt. Eine unglaubliche Zahl an Spielen und die dann noch alle für einen Verein bestritten zu haben, ist schon eine sehr starke Leistung.

Hinein ins Spiel. Beide Mannschaften hatten großen Respekt voreinander. Es ist längst nicht so hochklassig wie am Sonntag gewesen. Dafür stand zu viel auf dem Spiel und irgendwie hatte man das Gefühl, dass keine Mannschaft zu Beginn einen Fehler machen wollte.
Die Eisbären kamen dann zunächst besser ins Spiel und suchten den Weg Richtung Mannheimer Tor. Doch die Schüsse stellten kein Problem für Adler-Goalie Freddy Brathwaite dar. Mannheim spielte abwartend und suchte immer wieder die Konterchance.
Nach 14 Minuten konnten die Kurpfälzer erstmals an diesem Abend jubeln. Einen Schuss von Frank Mauer ließ Eisbären-Goalie Rob Zepp nur prallen und Ronny Arendt staubte erfolgreich ab - 0:1.
Dieser Treffer gab den Gästen Selbstvertrauen und sie übernahmen nun die Spielkontrolle. Die Eisbären wirkten geschockt nach diesem Gegentreffer. Es lief nicht mehr viel zusammen. Mannheim störte die Berliner früh im Spielaufbau und hatte das Spiel bis zum Ende des Auftaktdrittels im Griff. Beim Stand von 0:1 ging es in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel weiterhin das selbe Bild wie zum Ende des ersten Drittels. Die Eisbären fanden kein Mittel gegen die kompakt stehende Mannheimer Abwehr. Die Kurpfälzer störten weiterhin früh den Spielaufbau der Eisbären und suchten immer wieder die Chance zum Kontern.
Fast wie aus dem Nichts heraus glichen die Eisbären dann aber aus. In der 34. Minute passte Florian Busch klasse zu Barry Tallackson und der zog frei stehend vor dem Tor einfach mal ab. Mit Erfolg, der Puck ging ins Tor und es stand 1:1. Die O2 World fing an zu beben.
Dieser Treffer war wie ein Weckruf für die Eisbären gewesen, die fortan richtig aufdrehten und Mannheim unter Druck setzten. Jon Sim scheiterte kurz nach dem 1:1 an der Latte. Das hätte bereits die erstmalige Führung der Eisbären sein können.
Doch auch Mannheim hatte in diesem Drittel noch einmal eine gefährliche Chance gehabt, als Matthias Plachte den Puck am leeren Tor vorbei geschossen hatte.
Es blieb bis zur zweiten Drittelpause beim 1:1-Unentschieden.

Die Spannung in der O2 World stieg. Es ging in die möglicherweise letzten 20 Minuten dieser Saison. Und nach nur fünf Minuten in diesem Drittel gingen die Eisbären erstmals in Führung. Darin Olver hatte den Puck über die Linie gebracht und sorgte für einen Jubel-Orkan in der O2 World - 2:1 (45.).
Das Spiel nahm nun noch einmal an Fahrt auf. Beide wurden wieder etwas offensiver und suchten vermehrt den Weg zum Tor.
In der 51. Minute war Julian Talbot auf dem Weg Richtung Freddy Brathwaite gewesen. Adler-Verteidiger Shawn Belle konnte Talbot nur per Foul stoppen und die beiden Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek und Lars Brüggemann, die bis dahin noch keine einzige Strafe gaben, entschieden sofort auf Penalty. Julian Talbot lief an und versenkte den Puck relativ sicher - 3:1.
Die O2 World kochte nun so richtig und wurde ihrem Ruf als "Hexenkessel" mal wieder gerecht. Mannheim versuchte noch einmal alles, um zurück ins Spiel zu kommen. Doch alle Mannheimer Schüsse waren eine sichere Beute von Eisbären-Keeper Rob Zepp gewesen.
Die Zeit lief runter und je näher die letzte Minute kam, desto lauter wurde es in der Arena am Ostbahnhof. Die letzte Minute wurde dann nur noch zum Feiern genutzt. Die Spieler der Eisbären auf dem Eis spielten die Zeit locker herunter, während sich die Spieler auf der Bank bereits jubelnd in den Armen lagen. Die letzten Sekunden wurden dann herunter gezählt und um 21:36 Uhr ertönte die Schlusssirene, die jedoch im Jubel der Eisbären-Fans unterging.
Die Eisbären rannten alle Richtung Rob Zepp und ließen ihren Gefühlen freien Lauf, während die Mannheimer Spieler enttäuscht waren nach dem verlorenen Finale.

Fazit:

Die Eisbären hatten so ihre Probleme mit dem Spiel der Mannheimer gehabt. Nach dem 0:1 lief nicht mehr viel zusammen und man verzweifelte regelrecht an der Defensive der Kurpfälzer. Doch nach dem Treffer zum 1:1 wurden die Hausherren stärker und gewannen am Ende letztendlich verdient.
Mannheim kann man keinen Vorwurf machen, sie haben alles versucht, doch am Ende wurden sie dafür nicht belohnt.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren wie bereits in den beiden Spielen zuvor Lars Brüggemann und Daniel Piechaczek gewesen. Beide ließen diesmal fast alles laufen. Erstmals in der 51. Minute traten sie in Erscheinung, als Shawn Belle Julian Talbot zu Fall brachte und somit einen Penalty für die Eisbären verursachte. Die erste und einzige Strafzeit an diesem Abend gaben sie in der 58. Minute.
Für ein Finale ließen sie erstaunlich viel laufen, obwohl da einige Sachen bei waren, die man durchaus hätte pfeifen können. Aber so hat man die beiden Schiedsrichter während der Partie fast gar nicht bemerkt.
Note 1.

Fanstimmung:


Die war richtig gut gewesen. Laustark wurde die Mannschaft unterstützt und vor allem nach dem Rückstand standen die Fans hinter den Eisbären und sangen einfach weiter. Das war wieder ein richtiges Gänsehaut-Feeling gewesen gestern Abend. Die letzten Minuten der Partie waren grandios gewesen.
Großen Respekt an die Fankurve: Nach der Partie wurde dem Vizemeister Mannheim fair applaudiert. Zudem skandierte die Fankurve (!) "Adler Mannheim". So etwas hätte man nie von den Fans der Eisbären erwartet, schließlich sind die Kurpfälzer ja unsere Erzfeinde. Aber die Eisbären zeigten sich an diesem Abend von ihrer besten Seite und wollten somit ihre Anerkennung für die tolle Leistung der Mannheimer zeigen.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Florian Busch (Eisbären/Stürmer)

2. Barry Tallackson (Eisbären/Stürmer)

3. Julian Talbot (Eisbären/Stürmer)

Freitag, 20. April 2012

1:2 - Eisbären geben Heimvorteil ab


Eisbären Berlin vs. Adler Mannheim 1:2 (1:0, 0:1, 0:1) Play-Off-Stand: 1:2


WalkersBärenNews#41:


Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend in der ausverkauften O2 World eine bittere Heimniederlage kassiert. Gegen die Adler Mannheim verloren die Hauptstädter das dritte DEL-Finalspiel mit 1:2 und liegen nun in der Finalserie mit 1:2 hinten. Mannheim kann am Sonntag den sechsten Meistertitel holen. Die Kurpfälzer zeigten sich im Abschluss effektiver und sicherten sich somit den Auswärtssieg.

Im ersten Drittel zeigten die Eisbären, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Hausherren setzten die Mannheimer früh unter Druck und suchten immer wieder den Weg zum Tor. Von Mannheim kam erstaunlich wenig in den ersten 20 Minuten. Nach zehn Minuten belohnten sich die Eisbären für ihre Bemühungen mit dem Führungstreffer. Richie Regehr hatte in Überzahl abgezogen und traf zur wichtigen 1:0-Führung.
Danach dominierte Berlin weiter das Geschehen, ohne jedoch nochmal gefährlich vor das Tor zu kommen. Da auch von den Kurpfälzern nicht viel kam, blieb es bis zur ersten Drittelpause bei der knappen Führung der Berliner.

Im Mitteldrittel kamen nunauch die Gäste besser ins Spiel und es entwickelte sich fortan ein offener Schlagabtausch. Beide schenkten sich dabei überhaupt nichts, es war ein verbissener Play-Off-Kampf gewesen.
Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Mannheimer die Spielkontrolle. Die Eisbären auf einmal mit zu vielen Fehlpässen, Mannheim wurde förmlich zu Chancen eingeladen.
Es war fast zu erwarten, dass ein solcher Fehler zum Ausgleich führen würde. T.J. Mulock vertändelte den Puck und Yannick Lehoux bedankte sich mit dem Treffer zum 1:1 (37.). Da hatte Rob Zepp keine Chance gehabt.
Beim 1:1 blieb es bis zur zweiten Drittelpause.

Im Schlussdrittel machten sich nun auch vermehrt die Schiedsrichter bemerkbar. Das Spiel wurde noch umkämpfter und die Checks härter. Ein Mannheimer checkte einen Eisbären-Spieler von Hinten gegen die Bande und bekam dafür keine Strafe. Da hätte man aber auf jeden Fall mindestens zwei Minuten geben müssen. Nur eine Minute später hatte Eisbären-Stürmer Jon Sim seinen Schläger zu hoch gehabt und traf damit einen Mannheimer Spieler. Die beiden Schiedsrichter gaben Sim eine Spieldauerdisziplinarstrafe (46.).
Mannheim konnte zunächst aber nicht viel aus seiner fünfminütigen Überzahl machen. Die Eisbären standen sehr gut in der Defensive und konnten sich desöfteren befreien. Doch in der 50. Minute sorgte Yannick Lehoux für die 2:1-Führung der Adler.
Der Mannschaft von Don Jackson und auch den Fans der Eisbären sah man an, wie geschockt sie über diesen Gegentreffer waren.
Die Eisbären versuchten in den letzten zehn Minuten noch einmal alles, doch Mannheim stand nun sehr sicher in der Defensive. Wenn dann doch mal ein Schuss durch kam, dann war er eine sichere Beute von Adler-Keeper Freddy Brathwaite.
Die Gäste brachten das 2:1 sicher über die Zeit und sicherten sich somit den Matchball am Sonntag in eigener Halle.

Fazit:

Doppelt so oft wie Mannheim auf das Tor geschossen, doch am Ende verloren die Eisbären mit 1:2 gegen die Kurpfälzer. Eine bittere Niederlage, vor allem wenn man bedenkt, dass man dieses Spiel heute eigentlich hätte gewinnen können. Denn die Mannheimer konzentrierten sich eher auf das Kontern und überließen den Eisbären das Spiel. Doch diese konnten ihre durchaus vorhandenen Chancen nicht nutzen. Mannheim zeigte sich effektiv im Abschluss und brachte den Vorsprung am Ende mit Geschick über die Zeit.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Brüggemann und Piechaczek. In den ersten 40 Minuten zeigten sie eine relativ gute Leistung, ließen auf beiden Seiten viele Sachen laufen. Doch im letzten Drittel griffen die beiden ins Spiel ein und nicht wenige sind nun der Meinung, dass die Schiedsrichter dadurch das Spiel und vielleicht auch das Finale entschieden haben.
Was war passiert? Wie bereits im Spielbericht geschrieben wurde ein Eisbären-Spieler sehr hart von Hinten in die Bande gecheckt. Doch die Pfeife der beiden Schiedsrichter blieb stumm. Das war eine klare Strafzeit gewesen. Wenig später leistete sich Jon Sim ein Foul mit Verletzungsfolge (Hoher Stock) und kassierte dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Mag diese Strafe gerecht sein. Doch es kann nicht sein, dass man kurz zuvor für einen Check von Hinten keine Strafe verteilt und wenig später eine Spieldauer verhängt. Das ist ein DEL-Finale und das sollten die Spieler entscheiden, nicht die Schiedsrichter. Durch diese Spieldauer haben die Schiedsrichter einen Anteil an der Niederlage. Ob sie nun komplett an der Niederlage schuld sind, darüber lässt sich streiten. Fakt ist jedoch, dass der Siegtreffer währen der fünfminütigen Überzahl fiel. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn es diese Strafe nicht gegeben hätte. Traurig, dass diese beiden Schiedsrichter dieses Spiel am Ende mit entschieden haben.
Note 4-.

Fanstimmung:

Die Fans haben alles gegeben und ihre Mannschaft die gesamte Spielzeit über unterstützt. Am Ende half es jedoch nichts. Am Sonntag sind die Fans nun noch einmal gefordert. Und zwar mehr denn je. Die Mannschaft braucht die Unterstützung am Sonntag, um ein entscheidendes fünftes Finalspiel in Berlin zu erzwingen.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Yannick Lehoux (Mannheim/Stürmer)

2. Freddy Brathwaite (Mannheim/Torhüter)

3. Julian Talbot (Eisbären/Stürmer)

Vorschau auf das vierte Finalspiel am Sonntag:


Am Sonntag stehen sich diese beiden Mannschaften erneut gegenüber. Mannheim kann mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen. Die Eisbären werden alles versuchen, um die Serie auszugleichen. Eine sehr spannende Partie steht uns da bevor. Ich vertraue den Eisbären und denke, dass sie sich den Heimvorteil zurückholen werden.
Mein Tipp: 2:1 n.V. für die Eisbären Berlin.

Donnerstag, 19. April 2012

4:1 - Mannheim gleicht zum 1:1 aus


Adler Mannheim vs. Eisbären Berlin 4:1 (1:1, 1:0, 2:0) Play-Off-Stand: 1:1


WalkersBärenNews#40:


Die Adler Mannheim haben am Mittwochabend Spiel Zwei der DEL-Finalserie gegen die Eisbären Berlin mit 4:1 gewonnen und glichen somit zum 1:1 aus. 13 600 Zuschauer in der ausverkauften SAP-Arena sahen eine intensive und streckenweise hochklassige Play-Off-Partie, in der die Kurpfälzer am Ende als verdienter Sieger das Eis verließen.

Eisbären-Coach Don Jackson konnte in dieser Partie wieder Stürmer Florian Busch einsetzen. Busch wurde beim letzten Halbfinalspiel in Straubing brutal von Goalie Barry Brust niedergestreckt und fehlte im ersten Finalspiel noch.

Die Hausherren zeigten von Beginn an, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Mannheim startete druckvoll und suchte immer wieder den Weg zum Tor von Eisbären-Keeper Rob Zepp. Doch wie schon im Auftaktspiel der Finalserie standen auch am Mittwochabend zunächst die Torhüter im Mittelpunkt. Dabei hatte Rob Zepp mehr zu tun als Freddy Brathwaite im Adler-Tor.
Der Lohn für die Mannheimer Bemühungen erfolgte in der 12. Minute. Christoph Ullmann hatte den Puck im Nachsetzen über die Linie gebracht und somit für die 1:0-Führung der Mannheimer gesorgt.
Dieser Gegentreffer weckte jedoch die Eisbären, die nun besser ins Spiel kamen. Und nur zwei Minuten nach dem Rückstand gelang den Hauptstädtern bereits der 1:1-Ausgleich. Barry Tallackson fing einen Aufbaupass der Adler ab und schoss den Puck platziert ins Mannheimer Tor zum 1:1-Ausgleich (14.).
Fortan war es ein offener Schlagabtausch gewesen. Beide hatten noch gute Chancen gehabt. Doch mehr passierte im ersten Drittel dann nicht mehr und somit ging es beim Stand von 1:1 in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel waren es die Eisbären, die zunächst das Spiel dominierten. Die ersten zehn Minuten waren die Eisbären besser gewesen und setzten sich desöfteren im Mannheimer Drittel fest. Doch immer wieder scheiterten die Berliner an Freddy Brathwaite. Dem hatten es die Mannheimer zu verdanken, dass es noch 1:1 stand.
Die Gastgeber kamen ab Mitte des zweiten Drittels wieder besser ins Spiel. Und prompt gingen die Adler erneut in Führung. Ken Magowan mit dem 2:1 für die Hausherren.
Nach diesem Treffer dominierte auf einmal Mannheim wieder das Spiel. Die Defensive der Adler ließ nicht mehr viel zu. Einzig in der Schlussminute hatte T.J. Mulock noch einmal die Chance zum Ausgleich gehabt, doch Freddy Brathwaite verhinderte diesen mit einer tollen Parade. Mit einer 2:1-Führung der Hausherren ging es in die zweite Drittelpause.

Das letzte Drittel gehörte dann ganz klar den Kurpfälzern, die wild entschlossen aus der Kabine kamen. Mike Glumac scheiterte am Pfosten und Yannick Lehoux an der Latte. Mannheim zeigte seinen unbedingten Siegeswillen, hatte aber in diesen Szenen noch Pech gehabt.
Innerhalb von 63 Sekunden entschieden die Mannheimer dieses Spiel dann und sicherten sich somit noch ein weiteres Heimspiel in dieser Finalserie. Adam Mitchell schraubte das Ergebnis per Doppelpack auf 4:1 hoch (46./47.).
Danach stellten fast alle Eisbären die Gegenwehr ein, bis auf Rob Zepp. Der Berliner Torhüter verhinderte eine höhere Niederlage. Denn Mannheim hatte weiterhin gute Chancen gehabt, doch Zepp ließ keinen weiteren Gegentreffer mehr zu.
Die letzten Minuten plätscherten dann nur noch so vor sich hin, beide schonten bereits die Kräfte für Spiel Drei am Freitag in Berlin.

Fazit:

Mannheim hat das Spiel verdient gewonnen. Die Mannen von Harold Kreis zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und ließen sich auch nicht von der kurzen Drangphase der Eisbären im zweiten Drittel beirren. Da hatte Mannheim es seinem Torhüter zu verdanken, dass es noch 1:1 stand. Über die gesamte Spielzeit gesehen geht der Mannheimer Sieg aber ganz klar in Ordnung, denn die Eisbären konnten nicht an die Leistung vom Sonntag anknüpfen und leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau und vertändelten zudem zu oft den Puck.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Brill und Brüggemann gewesen. Beide hatten in den ersten beiden Dritteln sehr viel laufen lassen. Nur eine einzige Strafzeit gaben die beiden Hauptschiedsrichter in den ersten 40 Minuten. Im letzten Drittel wurde ihre Linie aber kleinlicher und vor allem die Eisbären bekamen das zu spüren.
Okay, die Strafen gegen die Eisbären waren fast alle korrekt gewesen. Aber von Mannheim ließen sie viele Sachen einfach durchgehen. Mir fallen da zwei Szenen ein. Zum Einen, als Frank Hördler bei doppelter Überzahl auf das Mannheimer Tor zu lief und zu Fall gebracht wurde. Da blieb die Pfeife stumm, obwohl es ein klares Beinstellen war. Zum Anderen ein Check von Hinten gegen einen Eisbären-Spieler, der unbestraft blieb. Zum Vergleich: Eisbären-Stürmer Mads Christensen bekam für die selbe Aktion 2+10-Minuten.

Die Hauptschiedsrichter waren jedoch keinesfalls schuld an der Niederlage der Eisbären, die hatten sie sich selber zuzuschreiben. Dennoch sollte man seine Linie über die gesamte Spieldauer beibehalten und nicht in zwei Dritteln so gut wie gar nichts pfeifen und im letzten Drittel auf einmal damit anfangen.
Note 3.

Fanstimmung:


Ca. 600 Eisbären-Fans waren gestern Abend mit in Mannheim gewesen. Die Berliner Fans machten wie immer Auswärts ordentlich Stimmung. Die Mannheimer Fans machten zwar auch ab und zu Stimmung, jedoch meistens erst nach Aufforderung des Stadionsprechers. Sorry, aber das ist ein Finale und da sollte man von alleine von seinen Sitzen aufstehen und seine Mannschaft laustark anfeuern. Da braucht man keinen, der erst die Stimmung anfordern muss. In Berlin wäre so etwas undenkbar. Da macht die Kurve von alleine Stimmung, ohne das Stadionsprecher Uwe etwas sagen muss.
Schade war es gewesen, dass man sich in Mannheim mal wieder schlimme Beleidigungen anhören musste. Es gab jedoch auch Mannheimer Fans, mit denen man sich normal unterhalten konnte. Verbale Anfeindungen in Form von Gesängen während des Spiels sind in Ordnung, aber die ständigen Beleidigungen Richtung Berliner Fans gehen einem irgendwann gehörig auf die Nerven.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Adam Mitchell (Mannheim/Stürmer)

2. Ken Magowan (Mannheim/Stürmer)

3. Christoph Ullmann (Mannheim/Stürmer)

Vorschau auf Spiel Drei der DEL-Finalserie zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim:


Bereits morgen Abend (19:30 Uhr) treffen beide Mannschaften in der Berliner O2 World erneut aufeinander. Eine Partie, die eine Vorentscheidung in dieser Serie bringen kann. Wer Spiel Drei gewinnt, hat am Sonntag in Mannheim einen Matchball. Den größeren Druck haben sicherlich die Eisbären, die vor ihren eigenen Fans spielen und den Heimvorteil nutzen wollen. Uns steht erneut eine spannende und sehr intensive Partie bevor.
Mein Tipp: 3:2 für die Eisbären Berlin.

Sonntag, 15. April 2012

2:0 - Eisbären entscheiden spät das Spiel für sich


Eisbären Berlin vs. Adler Mannheim 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) Play-Off-Stand: 1:0


WalkersBärenNews#39:


Die Eisbären Berlin haben das erste Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewonnen. Vor 14 200 Zuschauern setzten sich die Berliner mit 2:0 gegen die Adler Mannheim durch und gingen somit in der Finalserie mit 1:0 in Führung. Es war eine gute Partie gewesen, die nicht immer hochklassig war und am Ende vor allem von seiner Spannung lebte.

Überraschung bei den Eisbären schon vor dem Eröffnungsbully. Verteidiger Dominik Bielke kehrte nach langer Verletzungspause zurück ins Team. Dagegen fehlten Coach Don Jackson weiterhin die Langzeitverletzten Stefan Ustorf und Denis Pederson sowie André Rankel (Sperre) und Florian Busch (Verletzung).

Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften an, dass sie jede Menge Respekt voreinander hatten. Es entwickelte sich im ersten Drittel ein Duell auf Augenhöhe, in der beide viele gute Chancen hatten. Doch die Stürmer scheiterten immer wieder an den sehr starken Torhütern Rob Zepp (Eisbären) und Freddy Brathwaite (Mannheim). Vor allem Brathwaite zeigte teilweise sehr spektakuläre Paraden und ließ die Spieler der Eisbären verzweifeln. Drei Riesenchancen der Berliner vereitelte Brathwaite in den ersten 20 Minuten. Ihm hatten es die Adler zu verdanken, dass es mit einem 0:0-Unentschieden in die erste Drittelpause ging.

Im Mitteldrittel fanden die Kurpfälzer immer besser ins Spiel und übernahmen die Spielkontrolle. Die Adler waren die aktivere Mannschaft in diesem Drittel gewesen und hatten wesentlich mehr vom Spiel als die Hausherren. Doch Eisbären-Keeper Rob Zepp verhinderte einen möglichen Rückstand und ließ die Mannheimer Spieler verzweifeln.
Auch im Mitteldrittel ließen die beiden Goalies kein Tor zu und somit stand es auch nach dem zweiten Drittel weiterhin 0:0.

Das letzte Drittel begannen die Hausherren mit einem Paukenschlag. 29 Sekunden waren gespielt, da zappelte die Scheibe erstmals im Mannheimer Tor und die O2 World fing an zu Beben. Mads Christensen hatte einen Pass von Barry Tallackson über die Torlinie gedrückt - 1:0 (41.). Doch die beiden Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Daniel Piechaczek waren sich nicht sicher gewesen und fuhren zum Videobeweis. Es ging darum, ob Christensen den Puck eventuell per Schlittschuhkick ins Tor befördert hatte. Dieser Verdacht bestätigte sich jedoch nicht und so gaben die Hauptschiedsrichter das Tor.
Nach diesem Tor wurde die Partie zunehmend härter und es gab mehr Strafzeiten als bisher in diesem Spiel. Zunächst hatten die Gäste eine doppelte Überzahl gehabt, doch diese konnten sie nicht nutzen. Aber auch die Hausherren vergaben kurz darauf eine doppelte Überzahl.
In der 52. Minute machten es die Eisbären in Überzahl dann aber besser. Richie Regehr hatte mal wieder von der blauen Linie abgezogen und der Puck landete im Tor - 2:0.
Die Adler waren danach zwar bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch immer wieder scheiterten sie an Rob Zepp.
Harold Kreis nahm knapp zwei Minuten vor dem Ende seinen Keeper Freddy Brathwaite aus dem Tor, doch auch das brachte nichts mehr. Es blieb bis zum Schluss beim 2:0 für die Eisbären. Nach der Schlusssirene gerieten Eisbär Jimmy Sharrow und Adler Ken Magowan noch aneinander und bekamen dafür 2+2 Minuten.


Fazit:

Eine hart umkämpfte Partie, die durchaus hätte auch anders ausgehen können. Doch am Ende zahlte sich die Geduld der Eisbären aus und sie verdienten sich somit diesen 2:0-Sieg. Beiden Torhütern muss man ein großes Lob aussprechen, denn sie haben wirklich stark gehalten heute.
Was bei beiden jedoch absolut nicht gut funktionierte, war das Powerplay gewesen. Die Eisbären konnten nur eine von neun Überzahlgelegenheiten nutzen, Mannheim vergab alle vier Powerplaymöglichkeiten. Anders herum kann man aber auch sagen, dass bei beiden das Penaltykilling gut funktionierte. Das kann man also so oder so sehen.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Aumüller und Piechaczek. Die Schiedsrichter stehen in solchen Spielen immer unter großer Beobachtung. Und ich muss sagen, dass diese beiden einen sehr guten Job gemacht haben. Es war eine durchaus faire Partie gewesen, mit der die beiden kaum Probleme hatten. Wie so oft gab es Kleinigkeiten, die man hätte pfeifen können, aber das war nicht spielentscheidend gewesen.
Note 2.

Fanstimmung:


Die war nicht wirklich Finalwürdig gewesen. Mal wurde es zwar laut aber insgesamt gesehen war die Stimmung heute eher dürftig. Von einem Hexenkessel waren wir weit entfernt.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Rob Zepp (Eisbären/Torhüter)

2. Freddy Brathwaite (Mannheim/Torhüter)

3. Barry Tallackson (Eisbären/Stürmer)

Vorschau auf das zweite Spiel in dieser Finalserie:


Am Mittwoch treffen beide Mannschaften in der SAP-Arena erneut aufeinander. Mannheim steht dann bereits unter Druck, denn bei einer erneuten Niederlage kann die Serie am Freitag schon zu Ende sein. Es wird wie heute auch eine hart umkämpfte Partie werden, in der Kleinigkeiten entscheiden werden. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Ich traue den Eisbären den Auswärtssieg zu, es kann aber genauso gut auch anders ausgehen.
Mein Tipp: 3:2 n.V. für die Eisbären Berlin.

Montag, 9. April 2012

1:3 - Straubing meldet sich eindrucksvoll zurück


Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) Play-Off-Stand: 2:1


WalkersBärenNews#38:


Die Entscheidung ist vertagt. Die Straubing Tigers gewannen am Montagnachmittag in der Berliner O2 World Spiel Drei gegen die Eisbären Berlin mit 3:1. Die Niederbayern präsentierten sich von Anfang an stark und zeigten ihre beste Leistung in der Halbfinalserie gegen Berlin. Die Eisbären zeigten ihr bisher schlechtestes Spiel in den Play-Offs.

Straubing zeigte von Beginn an, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Sie fuhren jeden Check zu Ende und suchten immer wieder den Weg zum Tor von Rob Zepp. Es entwickelte sich eine muntere Partie im ersten Drittel, beide hatten gute Torchancen gehabt. Straubing die leicht bessere Mannschaft, doch zu einem Tor reichte es nicht. Somit endete dieses erste Drittel 0:0.

Im zweiten Drittel spielten zu Beginn nur die Gäste aus Straubing. Angriff um Angriff rollte auf das Eisbären-Tor zu. Die Defensive der Eisbären zeigte sich längst nicht so sicher wie bisher und hatte desöfteren Probleme mit den Angriffen der Tigers gehabt. Die logische Konsequenz war der Führungstreffer der Gäste gewesen. Bruno St. Jacques brachte Straubing mit 1:0 in Führung (34.). Sein Schuss wurde noch von Eisbären-Verteidiger Richie Regehr abgefälscht und ging dann hinein ins Tor. Eine verdiente Führung der Niederbayern.
Dieses Gegentor weckte dann auch die Eisbären, die nun wieder etwas mehr für das Spiel taten. Und relativ schnell gelang den Eisbären auch der, zu diesem Zeitpunkt, unverdiente Ausgleich. Straubings Torschütze Bruno St. Jacques konnte Laurin Braun auf dem Weg zum Tor nur unfair stoppen und die beiden Hauptschiedsrichter Brüggemann und Bauer entschieden folgerichtig auf Penalty. Laurin Braun verwandelte diesen sicher und glich somit in Unterzahl (!) zum 1:1 aus (36.).
Danach passierte nicht mehr viel und mit einem für die Eisbären schmeichelhaften Unentschieden ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel merkte man beiden Mannschaften an, dass keine den entscheidenden Fehler machen wollte. Beide agierten in den Zweikämpfen nun vorsichtiger und fuhren längst nicht mehr jeden Check zu Ende. Es entwickelte sich ein hin und her
. Ein echter Play-Off-Fight war es nun gewesen. In der 49. Minute hatten die Berliner ein Überzahlspiel gehabt. Dustin Whitecotton fing einen Pass von Richie Regehr ab, spielte einen Doppelpass mit Sandro Schönberger und erzielte die erneute Straubinger Führung (49.). Der Puck rutsche Rob Zepp durch die Schoner, da sah er nicht so gut aus. Dafür hatte Zepp die Berliner aber zuvor mehrfach vor einem Rückstand bewahrt gehabt. An ihm lag es sicherlich nicht, dass das Spiel heute verloren wurde.
Die Eisbären waren danach zwar bemüht gewesen, aber sie fanden kein Mittel gegen die kompakt stehende Straubinger Abwehr. Wenn doch mal ein Schuss durch kam, war er eine sichere Beute von Barry Brust gewesen.
Trainer Don Jackson versuchte alles und nahm Goalie Rob Zepp kurz vor Ende des Spiels vom Eis. Das nutzten dann aber die Niederbayern zur endgültigen Entscheidung. Laurent Meunier sorgte mit dem Treffer zum 3:1 für die endgültige Entscheidung (59.). Während die mitgereisten Straubinger Fans (ca. 1000 waren es) nun nur noch am Feiern waren, machte sich bei den Fans der Eisbären Ernüchterung breit. Viele hatten heute mit dem Finaleinzug gerechnet gehabt, doch Straubing zeigte eine Reaktion und gewann letztendlich verdient in der Hauptstadt.

Fazit:

Die Straubing Tigers sind endgültig in der Play-Off-Halbfinalserie angekommen. In Spiel Eins stand ihnen noch die Nervosität im Weg. In Spiel Zwei zeigten sie schon eine klar verbesserte Leistung, mussten sich aber am Ende der Cleverness der Eisbären geschlagen geben. Heute waren die Niederbayern die bessere Mannschaft, die den Sieg am Ende mehr wollte als die Eisbären. Die zeigten heute eine schwache Vorstellung und müssen sich am Mittwoch nun steigern.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Brüggemann und Bauer. Beide zeigten eine gute Vorstellung. Zwar etwas kleinlich, aber diese Linie zogen sie auch durch. Weshalb die beiden Herren aber in der 22. Minute zum Videobeweis gefahren sind, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Denn ein mögliches Tor der Gäste haben wir im Stadion nicht erkannt.
Note 2.

Fanstimmung:


Die war heute längst nicht so gut gewesen wie noch am Samstag. Irgendwie hatten sich alle schon auf das Finale gefreut, dabei aber vergessen, dass noch ein Sieg her musste, um den Finaleinzug perfekt zu machen. Ein bisschen Stimmung kam zwar auf, aber die war eben nicht so wirklich gut gewesen. Dagegen einen großen Respekt an die Straubinger Fans, die ihr Team ordentlich unterstützt haben.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Bruno St. Jacques (Straubing/Verteidiger)

2. Andy Canzanello (Straubing/Verteidiger)

3. Rob Zepp (Eisbären/Torhüter)

Vorschau auf das nächste Spiel in der Halbfinalserie:


Am Mittwoch findet in Straubing Spiel Vier statt. Gleiche Ausganglage wie heute: Berlin kann mit einem Sieg den Finaleinzug perfekt machen, während Straubing mit einem Sieg die Serie ausgleichen kann. Ich erwarte eine noch stärkere Straubinger Mannschaft als heute. Mit ihren Fans im Rücken werden die Niederbayern alles geben und ich rechne damit, dass Straubing der Ausgleich in dieser Serie gelingen wird.
Mein Tipp: 4:2 für die Straubing Tigers.

Sonntag, 8. April 2012

4:1 - Eisbären siegen im "Hexenkessel am Pulverturm"



Straubing
Tigers vs. Eisbären Berlin 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) Play-Off-Stand: 0:2

WalkersBärenNews#37:


Die Eisbären Berlin haben im "Hexenkessel am Pulverturm" die Nerven behalten und auch das zweite Spiel der Play-Off-Halbfinalserie gegen die Straubing Tigers mit 4:1 gewonnen. 5.854 Zuschauer (darunter 500 Fans aus Berlin) im ausverkauften Eisstadion am Pulverturm sahen eine intensive Partie, in der sich die Eisbären am Ende verdient durchsetzten und nun nur noch einen Sieg für den erneuten Finaleinzug benötigen.

Die Straubinger legten gut los. Man merkte den Niederbayern an, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Dementsprechend druckvoll agierten sie auch. Nichts war mehr zu sehen von der Nervosität, die den Tigers am Donnerstag noch in den Knochen steckte. Aber mit einer Leistungssteigerung der Tigers hatten ja alle gerechnet gehabt.
Doch auch die Eisbären kamen gut ins Spiel und somit war es von Beginn an eine sehr intensive Partie gewesen.
Für den ersten Stimmungsdämpfer auf Straubinger Seite sorgte Darin Olver in der 11. Minute. Olver lief alleine auf Barry Brust zu und erzielte die 1:0-Führung.
Und die Eisbären konnten sogar nachlegen. Keine zwei Minuten später erhöhte Constantin Braun in Überzahl auf 2:0 (13.).
Dieser Spielstand dämpfte die Euphorie in Straubing etwas. Die heimischen Fans wurden nun erst einmal ruhig, während die Eisbären-Fans nach wie vor bester Laune waren.
Doch die Niederbayern gaben sich nicht auf und spielten weiter offensives Eishockey. Und für ihr Bemühen wurden sie auch belohnt. Straubing in Überzahl und René Röthke gelang der 1:2-Anschlusstreffer. Der Pulverturm bebte und die Fans der Tigers wurden nun wieder lauter.
Gegen Ende des letzten Drittels hatten die Hausherren nochmal ein Überzahlspiel gehabt, doch sie konnten den Puck nicht an Rob Zepp vorbei bringen. Somit ging ein spannendes und stimmungsvolles erstes Drittel mit einer 2:1-Führung der Eisbären zu Ende.

Im zweiten Drittel lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch. Beide suchten immer wieder den Weg zum gegnerischen Tor. Eine richtig gute Play-Off-Partie, die die Zuschauer in Straubing da sahen.
Den einzigen Treffer in diesem Drittel erzielten die Hauptstädter. Jimmy Sharrow traf in der 33. Minute zum 3:1. Bei seinem Torjubel merkte man ihm die Erleichterung an. Straubing war der erwartet schwere Gegner im zweiten Spiel. Und somit war dieses Tor zum 3:1 enorm wichtig gewesen. Straubings Stürmer René Röthke war so frustriert gewesen, dass er nach dem Tor zu einem Check gegen den Kopf- und Nacken ansetzte und dafür 2+10-Minuten kassierte. Mit einer 3:1-Führung der Eisbären ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel versuchte Straubing noch einmal alles. Doch immer wieder scheiterten sie am überragenden Rob Zepp im Eisbären-Tor. Selbst eine fünfminütige Überzahl - davon sogar zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis - nutzten die Hausherren nicht. Die fünf Minuten resultierten aus einer Matchstrafe von André Rankel, die er für einen Check gegen den Kopf- und Nacken bekam. Ob berechtigt oder nicht, darüber lässt sich streiten. Dazu müsste man wohl die TV-Bilder nochmal sehen, um genau urteilen zu können. Im ersten Moment jedoch hielten wir im Block die Matchstrafe für zu hart.
Für die endgültige Entscheidung sorgte Florian Busch in der 57. Minute, als er das 4:1 erzielte.
Am Ende feierten die Berliner Fans den Sieg und die Straubinger ihre Mannschaft für eine tolle Saison.

Fazit:

Play-Off-Hockey und Play-Off-Stimmung in Straubing. Beide Mannschaften lieferten sich einen wahren Play-Off-Fight. Straubing spielte wesentlich besser als am Donnerstag, doch am Ende setzten sich die Eisbären verdient durch, weil sie im entscheidenden Moment einfach cleverer und abgeklärter waren.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Aumüller und Schimm gewesen. Die beiden zeigten keine gute Leistung, pfiffen viele Sachen auf beiden Seiten nicht ab, die man hätte pfeifen müssen. Ob die Matchstrafe gegen Rankel nun gerechtfertigt war oder nicht, darüber möchte ich nicht urteilen. Nur ist es schon interessant, dass René Röthke für seinen Check gegen den Kopf- und Nacken nur 2+10-Minuten bekommt und André Rankel eine Matchstrafe. Vielleicht haben sich die beiden Herren da von der Atmosphäre im Stadion anstecken lassen....
Note 5.

Fanstimmung:


Die beste Stimmung seit langer Zeit. Beide Fangruppen haben ordentlich Stimmung gemacht und das Stadion in einen "Hexenkessel" verwandelt. Und wir Eisbären-Fans waren mit 500 Fans am Ende lauter gewesen als die Straubinger Fans. Aber das hat auch ganz schön Kraft gekostet, die Straubinger Fans zu überstimmen. Aber so haben wir mal wieder ein Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht. Hat sehr viel Spaß gemacht, so kann es morgen weitergehen.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Darin Olver (Eisbären/Stürmer)

2. Rob Zepp (Eisbären/Torhüter)

3. Calvin Elfring (Straubing/Verteidiger)

Vorschau auf das nächste Heimspiel mit Tipp von mir:


Bereits morgen Nachmittag (14:35 Uhr) treffen beide Mannschaften in der Berliner O2 World zum dritten Mal aufeinander. Berlin kann mit einem Sieg den Finaleinzug perfekt machen, Straubing will das Saison-Aus abwenden und ein viertes Spiel in Straubing erzwingen. Ich erwarte wieder eine sehr intensive Partie, in der die Eisbären letztendlich den dritten und entscheidenden Sieg einfahren werden.
Mein Tipp: 4:2

Donnerstag, 5. April 2012

4:1 - Eisbären zeigen Straubing die Grenzen auf



Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) Play-Off-Stand: 1:0

WalkersBärenNews#36:


Perfekter Start für die Eisbären Berlin in die Play-Off-Halbfinalserie gegen die Straubing Tigers. Mit 4:1 gewannen die Berliner Spiel Eins am Donnerstagabend in der ausverkauften O2 World gegen die Niederbayern. Die Eisbären zeigten, dass sie Straubing nicht unterschätzt hatten. Am Ende zeigten die Hauptstädter den Gästen deutlich die Grenzen auf und holten sie vorerst zurück auf den Boden der Tatsachen.

Den Eisbären merkte man vom ersten Bully an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Sie setzten Straubing sofort unter Druck und erspielten sich ein deutliches Übergewicht. Und nach 121 Sekunden zappelte der Puck bereits das erste Mal im Tor. Daniel Weiß stand auf der verlängerten Torlinie und hatte einfach mal abgezogen. Der Puck ging direkt zwischen Pfosten und Tigers-Goalie Barry Brust durch und so stand es früh 1:0 für die Hausherren.
Die Niederbayern hatten sichtlich Probleme mit der Spielweise der Eisbären. Die Berliner spielten ein starkes Forechecking, störten die Gäste früh im Spielaufbau und fuhren jeden Check konsequent zu Ende. Wenn man überhaupt eine Sache bemängeln konnte im Spiel der Berliner, dann war es das Powerplay gewesen. Alleine vier Überzahlgelegenheiten ließ man im ersten Drittel ungenutzt. Wirklich Gefahr konnten die Hauptstädter in Überzahl nicht erzeugen.
Dennoch gelang den Eisbären im Auftaktdrittel noch das 2:0. In der achten Minute hatte Barry Tallackson abgezogen, Barry Brust ließ nur prallen und Constantin Braun hatte keine große Mühe gehabt, den Puck ins leere Tor zu schieben.
Danach die Gastgeber mit weiteren guten Torchancen, doch Barry Brust ließ keinen weiteren Treffer in den ersten 20 Minuten mehr zu.

Im Mitteldrittel zeigten sich die Gäste aus Niederbayern dann auch mal gefährlich vor dem Tor von Rob Zepp. Und da waren durchaus gute Chancen bei gewesen. Eine davon nutzten die Gäste auch gleich zum Anschlusstreffer. In Überzahl hatte Calvin Elfring von der blauen Linie abgezogen und zum 2:1 getroffen (27.).
Dieser Treffer gab den Gästen neuen Mut. Doch bevor Straubing den Ausgleichstreffer erzielen konnte, hatten die Eisbären bereits das Kommando wieder übernommen. T.J. Mulock stellte in der 33. Minute den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her - 3:1.
Dabei blieb es bis zur zweiten Drittelpause.

Im Schlussdrittel sorgte Mads Christensen in der 45. Minute für die endgültige Entscheidung, als er Barry Brust zum 4:1 überwand.
Die Eisbären taten danach nicht mehr als notwendig und Straubing hatte sich bereits mit der Niederlage abgefunden. Ihren Frust ließen die Tigers nun aber auch raus und es kam immer wieder zu kleinen Nickligkeiten. Kurz vor Ende der Partie lieferten sich dann auch noch Eisbär Frank Hördler und Tiger Daniel Sparre eine Schlägerei. Beide bekamen 2+2-Minuten wegen unnötiger Härte und Sparre dazu noch zehn Minuten Disziplinarstrafe, weil er seine Handschuhe ausgezogen hatte.
Am Ende blieb es beim 4:1-Sieg der Eisbären Berlin.

Fazit:

Die Eisbären haben das erste Spiel verdient gewonnen, weil sie nahezu das gesamte Spiel dominiert haben. Nach Straubing´s Anschlusstreffer wurde es noch einmal kurz brenzlig, doch spätestens nach dem 3:1 hatte man hier für eine Vorentscheidung gesorgt. Einzig die schlechte Chancenverwertung (48 Schüsse) und das Powerplay (Kein Tor bei neun Überzahlgelegenheiten) muss man kritisieren.
Straubing konnte an die Leistung aus dem Viertelfinale nicht anknüpfen. Sie kamen mit der Spielweise der Berliner einfach nicht zu recht und haben dann früh im Schlussdrittel einen Haken hinter Spiel Eins gemacht. In Spiel Zwei erwarte ich aber eine ganz andere Straubinger Mannschaft. Mit ihren Fans im Rücken werden die Tigers alles versuchen, ein weiteres Heimspiel nach Straubing zu holen.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Bauer und Piechazcek. Beide zeigten eine erstaunlich gute Leistung. Sie pfiffen zwar sehr kleinlich, aber zogen die Linie konsequent durch. Zwar gab es auch Kleinigkeiten, die man hätte pfeifen können bzw. die man hätte nicht pfeifen müssen, aber im Großen und Ganzen haben sie gut gepfiffen.
Note 2.

Fanstimmung:


Die war heute schon Play-Off-tauglich gewesen. Gegen Ende des Spiels nahm sie aber dann auch etwas ab, weil das Spiel entschieden war und sich alle wohl schon für die bevorstehende Oster-Feiertage schonen wollten. Aber dennoch hat es heute mal wieder richtig Spaß gemacht in der Fankurve.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Daniel Weiß (Eisbären/Stürmer)

2. Constantin Braun (Eisbären/Verteidiger)

3. T.J. Mulock (Eisbären/Stürmer)

Vorschau auf das nächste Spiel in der Halbfinalserie:


An dieser Stelle kommt sonst immer die Vorschau auf das nächste Heimspiel, doch da wir am Samstag mit nach Straubing fahren und es somit auch einen Spielbericht vom zweiten Halbfinalspiel geben wird, kommt hier diesmal die Vorschau auf das Auswärtsspiel am Samstag.
In Spiel Zwei werden wir eine ganz andere Straubinger Mannschaft sehen als heute Abend. Straubing muss unbedingt gewinnen, sonst droht am Montag bereits das Saison-Aus. Die Tigers sind heimstark und werden alles versuchen, die Serie auszugleichen. Uns erwartet ein spannendes Spiel, in dem sich am Ende die Eisbären knapp durchsetzen werden.
Mein Tipp: 3:2 für die Eisbären Berlin.

Sonntag, 25. März 2012

3:1 - Eisbären holen sich den dritten Sieg


Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 3:1 (0:0, 3:1, 0:0) Play-Off-Stand: 3:0

WalkersBärenNews#35:


Nur noch ein Sieg fehlt den Eisbären Berlin zum Einzug ins Play-Off-Halbfinale. Der Titelverteidiger setzte sich am Sonntagnachmittag in der ausverkauften O2 World mit 3:1 gegen die Kölner Haie durch und gewann somit auch Spiel Drei der Viertelfinalserie. Es war ein hart umkämpftes und sehr giftiges Spiel gewesen. Die Kölner spielten sehr unsauber, man kann schon fast von "dreckigem Eishockey" sprechen. Das deutet daraufhin, dass es am Mittwoch wohl noch härter zur Sache gehen wird als heute, denn da muss Köln unbedingt gewinnen.

Die Eisbären hatten zu Beginn des Spiel gleich einmal doppelte Überzahl gehabt, doch daraus machte der Deutsche Meister nicht viel. Danach war es ein Spiel gewesen, bei dem kein wirklicher Spielfluss aufkam. Viele Unterbrechungen durch Strafzeiten machten das Auftaktdrittel zu einem sehr zerfahrenen Drittel. Köln hatte im ersten Drittel mehr Torschüsse gehabt (12:10), doch insgesamt gesehen waren es ausgeglichen 20 Minuten gewesen. Torlos ging es also in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel fielen dann endlich Tore. Zunächst waren es die Gäste aus Köln gewesen, die jubeln konnten. In Überzahl hatte Jason Jaspers Eisbären-Keeper Rob Zepp aus unmöglichen Winkel überwinden können. Jaspers stand beim Schuss auf der verlängerten Torlinie und zog einfach ab. Der Puck rutschte zwischen Pfosten und Zepp durch und so stand es 0:1 (29.).
Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. 32:50 Minuten waren gespielt, da sorgte Tyson Mulock für den 1:1-Ausgleich. Nur 32 Sekunden später gab es erneut Grund zum Jubeln. Jimmy Sharrow hatte abgezogen und der Puck ging rein ins Tor - 2:1 (33:22 Minuten).
Die O2 World bebte nun, denn die Eisbären hatten das Spiel gedreht. Und nur 64 Sekunden nach dem Führungstor legten die Berliner nach. Julian Talbot erhöhte in Überzahl auf 3:1 (34:26 Minuten).
Nun gab es kein Halten mehr auf den Rängen. Die Eisbären hatten in nicht einmal zwei Minuten aus einem 0:1 ein 3:1 gemacht. Einmal kurz das Tempo angezogen und schon führte man souverän gegen die Domstädter.
Beim 3:1 blieb es dann auch bis zur zweiten Drittelpause.

Das letzte Drittel gehörte den Eisbären. 18:5 zeigte die Torschussbilanz an, doch ein weiterer Treffer wollte den Eisbären nicht mehr gelingen. Chancen hatte man aber durchaus gehabt, vor allem in Überzahl. Doch an Danny Aus den Birken kamen die Eisbären nicht mehr vorbei.
Bei Köln entlud sich der Frust über die dritte Niederlage immer wieder in unsauberen Aktionen. Das ganze Spiel über spielten die Kölner sehr unsauberes Eishockey. Immer wieder Stockchecks in den Rücken der Eisbären-Spieler, dazu zahlreiche Stockschläge und Checks gegen den Kopf. Als die Schlusssirene ertönte, fielen Nick Angell und und Philip Gogulla noch übereinander her und kassierten dafür jeweils 2+2-Minuten sowie zwei weitere Minuten wegen Stockschlag vorher.

Fazit:

Die Dominanz der Eisbären nahm von Spiel zu Spiel ab. Dominierte man Spiel Eins noch nach Belieben, so wurde es in Spiel Zwei schon etwas enger zwischen beiden Mannschaften. Dennoch gewann man auch Spiel Zwei verdient. Heute war es auch eine enge Kiste gewesen, doch am Ende steht dann eben doch wieder ein verdienter Sieg der Berliner. Kritisieren muss man das Powerplay der Eisbären. Nur ein Tor aus elf Überzahlspielen ist dann doch zu wenig. Man spielt es einfach zu umständlich vor dem Tor. Man passt einfach zu viel, statt einfach mal zu schießen. Dafür muss man Goalie Rob Zepp erneut loben, der wieder eine starke Leistung gezeigt hat.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Bauer und Brüggemann. Die beiden zeigten eine sehr unsichere Leistung. Wenn ich anfange, kleinlich zu pfeifen, dann muss ich es das ganze Spiel durchziehen. Doch das haben die beiden Schiedsrichter nicht gemacht. Sie haben jede Menge unsaubere Aktionen der Kölner Spieler (Müller, Stephens, Ankert, usw.) durchgehen lassen. Dadurch haben sie die Stimmung aufgeheizt und den Spielern das Gefühl gegeben, dass sie so weitermachen können. Denn es wurde ja zuvor nicht bestraft. Man kann nur hoffen, dass die Schiedsrichter am Mittwoch das Spiel besser im Griff haben, denn da wird es wahrscheinlich noch schlimmer werden.
Note 6.

Fanstimmung:

Die war heute gut gewesen, doch bei 100 Prozent sind wir noch immer nicht. So langsam sollten auch wir Fans mal in Play-Off-Form kommen. Die Mannschaft ist es schließlich seit Beginn der Play-Offs.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Jimmy Sharrow (Eisbären/Verteidiger)

2. Julian Talbot (Eisbären/Stürmer)

3. Jens Baxmann (Eisbären/Verteidiger)